Geschichte

Die Hofstelle des Steffenshof befindet sich außerhalb des ehemaligen Gutsdorfes Klein Helle und ist eine Neubauernstelle aus dem Jahr 1937. Diese Neubauernhäuser wie auch die Guts- und Herrenhäuser, Parkanlagen und Dorfkirchen gehören zum kulturellen Erbe im ländlichen Raum in Mecklenburg Vorpommern.

Die Aufsiedlung von Gutsländereien mit solchen Neubauernhöfen fand auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Kollektivierung in der Landwirtschaft in sehr großem Ausmaß statt. Es ist ein besonders landestypisches Phänomen, das nahezu einzigartig in ganz Deutschland ist.

In Klein Helle entstanden zwei Bauernstellen in gleicher Bauweise. Das Land für diese Bauernstellen wurde 1936 von Frau Margarete von Linsingen an die Siedlungsgesellschaft "Deutsche Erde" in Schwerin verkauft. Am 26. Januar 1937 wurden diese beiden Siedlungen dann an ihre neuen Bewohner übergeben. Die Hofstellen bestanden aus einem dreizonigen Neubauernhaus mit Wohn-, Stall- und Scheunenteil sowie einer einzeln stehenden großen Scheune und einer Remise.Weiterhin gehörten Acker, Wiesen, etwas Wald und ein großer Garten zum Hof.

Der Steffenshof besteht heute noch in seiner ursprünglichen Form mit Bauernhaus, Scheue, Remise und Bauerngarten. Wie vor 80 Jahren ist die Hofstelle von Acker, Wiesen und Wald umgeben.